{"id":86,"date":"2015-01-04T09:57:36","date_gmt":"2015-01-04T08:57:36","guid":{"rendered":"http:\/\/serverle.ilw.uni-stuttgart.de\/fheh\/?page_id=86"},"modified":"2015-01-04T09:57:36","modified_gmt":"2015-01-04T08:57:36","slug":"hermann-cohens-aesthetik-des-reinen-gefuehls-zu-einem-vergessenen-kapitel-aesthetisch-poetischer-vorstellungsbildung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/fheh.org\/?page_id=86","title":{"rendered":"Hermann Cohens \u201e\u00c4sthetik des reinen Gef\u00fchls\u201c. Zu einem vergessenen Kapitel \u00e4sthetisch-poetischer Vorstellungsbildung"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\"><b><span style=\"font-style: inherit;\">Bearbeitung: Andrea Albrecht<\/span><\/b><\/p>\n<p style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\">\u201eIn Germany the greatest efforts have been made to forget the name of Hermann Cohen, and to efface or surpress his philosophical work. But all these efforts will prove useless. Future historians of German philosophy in the second half of the nineteenth century will regard Cohen as one of the greatest representatives of that period.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\">Ernst Cassirers Zuversicht auf eine Rehabilitierung des deutsch-j\u00fcdischen Philosophen Hermann Cohen (1842-1918), der wie kaum ein anderer den Neukantianismus der Jahrhundertwende gepr\u00e4gt hat, in den 1920er Jahren jedoch mehr und mehr kritisiert und in den 1930er Jahren schlie\u00dflich f\u00fcr die Nationalsozialisten zum verfemten Symbol j\u00fcdischen Rationalismus wurde, hat sich bis heute nicht best\u00e4tigt.<\/p>\n<p style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\">Zwar gibt es seit einigen Jahren im Zuge eines verst\u00e4rkten Interesses am Neukantianismus allgemein auch eine gewisse Belebung der Cohen-Forschung. Doch sowohl Cohens mathematik-, erkenntnis- und moralphilosophische Schriften, mit denen er im 19. Jahrhundert re\u00fcssierte und zur dominanten Figur der Marburger Philosophie aufstieg, als auch seine politischen und religionsphilosophischen Schriften, mit denen er sich in den ersten Dekaden des 20. Jahrhunderts in die philosophischen wie in die \u00f6ffentlichen Diskussionen mit einer ganz eigenen, wenn auch nicht unproblematischen Stimme einmischte, d\u00fcrften weiterhin nur einem kleinen Kreis von Spezialisten bekannt sein. Besonders wirkungsvoll aber hat sich das nationalsozialistische Ansinnen, Cohen aus dem kulturellen Ged\u00e4chtnis zu entfernen, f\u00fcr Cohens \u00e4sthetische Schriften ausgewirkt.<\/p>\n<p style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\">Vor allem seine 1912 publizierte zweib\u00e4ndige Schrift \u201e\u00c4sthetik des reinen Gef\u00fchls\u201c, in der er unter anderem seine Theorie des Romans entfaltet, ist bis heute in den Literaturwissenschaften nahezu unbekannt. Dies ist vor allem deswegen bedauerlich, weil Cohens \u00e4sthetisch-poetische Vorstellungsbildung sehr wohl wirkm\u00e4chtig war und nicht zuletzt einige der \u201aIkonen\u2018 der Literturwissenschaft, allen voran Walter Benjamin und K\u00e4te Hamburger, aber auch Ortega y Gasset und Mikhail Bakhtin, beeinflusst hat.<\/p>\n<p style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\">Das Projekt verfolgt zwei Ziele: Zum einen geht es darum, Cohens \u201e\u00c4sthetik des reinen Gef\u00fchls\u201c als ein zu Unrecht vergessenes Kapitel \u00e4sthetisch-poetischer Vorstellungsbildung in Erinnerung zu rufen; zum anderen darum, die besonderen Umst\u00e4nde dieses Vergessens bis in die Zeit des Nationalsozialismus hinein, ansatzweise auch dar\u00fcber hinaus zu verfolgen und im Kontext der zeitgen\u00f6ssischen Debatten der philosophischen und psychologischen \u00c4sthetik wie auch der Theoriedabatten der einzelnen Fachdisziplinen (Literaturwissenschaft, all Kunstwissenschaft) zu platzieren.<\/p>\n<p style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\"><b><span style=\"font-style: inherit;\"><em style=\"font-weight: inherit;\">Vorarbeiten<\/em>:<\/span><\/b><\/p>\n<p style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\">Andrea Albrecht: Hermann\u00a0<span style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\">Cohens\u00a0<\/span><em style=\"font-weight: inherit;\">\u00c4sthetik des reinen Gef\u00fchls.<\/em>\u00a0Zu einem vergessenen Kapitel \u00e4sthetisch-poetischer Vorstellungsbildung. FHEH. Version: 1. 08. 2012<\/p>\n<p style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\"><b><span style=\"font-style: inherit;\">Kontakt: \u00a0<\/span><\/b><a style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\" title=\"Albrecht, Andrea\" href=\"https:\/\/fheh.org\/?page_id=2233\">Andrea Albrec<\/a><a title=\"Albrecht, Andrea\" href=\"https:\/\/fheh.org\/?page_id=2233\"><span style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit;\">h<\/span>t<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bearbeitung: Andrea Albrecht \u201eIn Germany the greatest efforts have been made to forget the name of Hermann Cohen, and to efface or surpress his philosophical work. But all these efforts will prove useless. 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