{"id":46,"date":"2015-01-03T20:46:49","date_gmt":"2015-01-03T19:46:49","guid":{"rendered":"http:\/\/serverle.ilw.uni-stuttgart.de\/fheh\/?page_id=46"},"modified":"2015-01-03T20:46:49","modified_gmt":"2015-01-03T19:46:49","slug":"wissen-in-literatur-wahrscheinlichkeit-und-fiktionale-welten","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/fheh.org\/?page_id=46","title":{"rendered":"Wissen in Literatur: Wahrscheinlichkeit und fiktionale Welten"},"content":{"rendered":"<p><strong>Bearbeitung: Lutz Danneberg und Carlos Spoerhase<\/strong><\/p>\n<p>Das Projekt befasst sich mit der f\u00fcr die moderne Welt wesentlich gewordenen Form des Wissens, dem unsicheren, \u201anur\u2018 wahrscheinlichen und unscharfen Wissen, das gerade f\u00fcr die Erzeugung neuen Wissens ebenso konstitutiv wie f\u00fcr die Herausbildung des neuzeitlichen Wahrscheinlichkeits- und Objektivit\u00e4tsbegriffs ist. Gegenstand sind die epistemologischen und methodologischen Dimensionen des Umgangs mit Gewissheitsverlusten und -m\u00e4ngeln in den Naturwissenschaften und deren Verbindung zur Konstruktion fiktionaler Welten in der Literatur. Die Untersuchung von Theorien der Wahrscheinlichkeit im Zeitraum ab 1600 soll die Erschlie\u00dfung von Konzeptualisierungen \u201aunsicheren\u2018 oder \u201aschwachen\u2018 Wissens erlauben und damit in das Zentrum spezifisch moderner Wissensformen f\u00fchren, die noch f\u00fcr unsere gegenw\u00e4rtige Wissensgesellschaft ma\u00dfgeblich sind. Das Vorhaben nimmt Impulse aus etablierten\u00a0 Forschungsrichtungen verschiedener Disziplinen von der Wissenschaftsgeschichte, der Philosophiegeschichte, Medizingeschichte, Rechtsgeschichte, Theologiegeschichte und politischen Ideengeschichte bis zur Literaturgeschichte auf, um durch intensive kooperative Arbeit an historischem Quellenmaterial unter dem Aspekt unsicheren Wissens bislang unerforschte Gebiete zu erschlie\u00dfen und die Forschung \u00fcber unsicheres Wissen auf eine breitere Basis zu stellen. Dabei sollen sowohl die \u201aLeitthesen\u2018 angloamerikanischer Provenienz am historischen Material \u00fcberpr\u00fcft werden, als auch die bisherige Forschung f\u00fcr philologische, vor allem hermeneutische, rhetorische und poetologische Fragestellungen fruchtbar gemacht werden. Gekl\u00e4rt werden soll die Frage, in welchem Verh\u00e4ltnis das moderne Fiktionalit\u00e4tsverst\u00e4ndnis, das die Entstehung des modernen Romans mit intensiven poetologischen Reflexionen begleitet, zu Konzeptionen der Wahrscheinlichkeit in ihren epistemologischen, hermeneutischen, rhetorischen und poetologischen Aspekten steht. Das Projekt verfolgt die parallele Entstehung des modernen Wahrscheinlichkeitsbegriffs und des modernen Fiktionalit\u00e4tsbegriffs in dem Zeitraum ab 1600 mit der speziellen Absicht, anhand der Erforschung des Problemfeldes von unsicherem Wissen und fiktionalen Welten die komplexen wechselseitigen Austauschprozesse zwischen sciences, humanities und arts in ihrem historischen Wandel zu rekonstruieren.<\/p>\n<p>Carlos Spoerhase, Lutz Danneberg, <a href=\"https:\/\/fheh.org\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/wissenlit.pdf\">Wissen in Literatur<\/a>: Kann es epistemische Situationen geben, in denen Wissen in Literatur ist und in denen Literatur Wissen \u00fcbertr\u00e4gt? \u00dcberlegungen zur systematischen Pragmatik von Wissenszuschreibungen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong>\u00a0<a title=\"Danneberg, Lutz\" href=\"https:\/\/fheh.org\/?page_id=2237\">Lutz Danneberg<\/a>,\u00a0<a style=\"font-weight: bold; color: #336294;\" title=\"Spoerhase, Carlos\" href=\"https:\/\/fheh.org\/?page_id=2279\">Carlos Spoerhase<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bearbeitung: Lutz Danneberg und Carlos Spoerhase Das Projekt befasst sich mit der f\u00fcr die moderne Welt wesentlich gewordenen Form des Wissens, dem unsicheren, \u201anur\u2018 wahrscheinlichen und unscharfen Wissen, das gerade f\u00fcr die Erzeugung neuen Wissens ebenso konstitutiv wie f\u00fcr die Herausbildung des neuzeitlichen Wahrscheinlichkeits- und Objektivit\u00e4tsbegriffs ist. 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