{"id":405,"date":"2015-01-04T15:25:07","date_gmt":"2015-01-04T14:25:07","guid":{"rendered":"http:\/\/serverle.ilw.uni-stuttgart.de\/fheh\/?page_id=405"},"modified":"2020-05-10T11:01:04","modified_gmt":"2020-05-10T09:01:04","slug":"der-ordo-inversus-in-hermeneutik-und-naturphilosophie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/fheh.org\/?page_id=405","title":{"rendered":"Der ordo inversus in Hermeneutik und Naturphilosophie"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content\" style=\"color: #333333;\">\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\"><span style=\"font-weight: bold; font-style: inherit; color: #666666;\">Bearbeitung: Lutz Danneberg<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">Mit\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo inversus<\/em>\u00a0ist allgemein die Bewegung gemeint eines Ausgehens von etwas, das sich mit dem Zur\u00fcckkehren zum Ausgangspunkt verkn\u00fcpft. Die Bezeichnung\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo<\/em>\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">inversus<\/em>\u00a0ist f\u00fcr diese Form der Bewegung vergleichsweise selten \u2013 denn es handelt sich weder um einen\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo<\/em>\u00a0oder\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">mundus perversus<\/em>\u00a0noch um einen\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">mundus<\/em>\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">inversus<\/em>. H\u00e4ufiger dagegen sind\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">fluxus<\/em>\u00a0(<em style=\"font-weight: inherit;\">effluxus<\/em>)\/<em style=\"font-weight: inherit;\">refluxus<\/em>,<em style=\"font-weight: inherit;\">exitus<\/em>\/<em style=\"font-weight: inherit;\">reditus<\/em>\u00a0(<em style=\"font-weight: inherit;\">reversio<\/em>),\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">progressio<\/em>\u00a0(<em style=\"font-weight: inherit;\">egressio<\/em>)\/<em style=\"font-weight: inherit;\">regressio<\/em>\u00a0\u2013 und sehr h\u00e4ufig<em style=\"font-weight: inherit;\">ascensus<\/em>\/<em style=\"font-weight: inherit;\">descensus<\/em>. Letzteres ist zudem ein Begriffpaar, das in sehr unterschiedlichen Bereichen die betreffende\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">Bewegung<\/em>\u00a0zum Ausdruck bringen soll. So verwendet Bonaventura die Ausdr\u00fccke\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">descendere<\/em>\u00a0und\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ascendere<\/em>\u00a0etwa im Zusammenhang mit der Bewegung von der Heiligen Schrift (<em style=\"font-weight: inherit;\">originalia<\/em>) weg zu den Schriften der V\u00e4ter, der\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">magistri<\/em>\u00a0oder gar zu denen der Philosophen. Zu den zahlreichen Gefahren geh\u00f6re, dass man bei einem solchen ,Hinabsteigen\u2019 nicht wieder den Weg zur\u00fcck finde (Collationes in Hexa\u00ebmeron [1273], XIX, 10).<\/p>\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">Die Vorstellung hingegen, auch sie findet sich bei Bonaventura, dass der Mensch in Erprobung seiner Unabh\u00e4ngigkeit und seiner Macht vom H\u00f6chsten der Gott\u00e4hnlichkeit zum Tiefsten der Tier\u00e4hnlichkeit absteigen k\u00f6nne, stellt dagegen einen anderen Bewegungsgedanken dar. Er r\u00fchrt aus der christlichen Vorstellung der Positionierung des Menschen in der kreat\u00fcrlichen ,Mitte\u2019, und obwohl der Gedanke in dem Sinn weiter geht, dass der Mensch dabei Gefahr laufe, dass ihm irgendwann der R\u00fcckweg versperrt sei, den dann nurmehr die Gnade er\u00f6ffnen k\u00f6nne, handelt es sich trotz des R\u00fcckkehraspekts nicht um den Gedanken eines\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo inversus<\/em>.<\/p>\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">Das Ganze, also der\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo inversus<\/em>, konnte als\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">regressus<\/em>, aber auch als\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">revolutio<\/em>bezeichnet werden, ein Ausdruck, der traditionell sowohl im astronomischen als auch im politischen Bereich eine ,r\u00fcckw\u00e4rtsgerichtete\u2019, ,wiederherstellende\u2019, ,kreisende Bewegung\u2019 bezeichnet Mit der Bewegung im Ganzen verkn\u00fcpft sich nicht selten die Vorstellung des Kreises, der in zwei Halbkreise mit jeweils umgekehrten Bewegungsrichtungen aufgespalten ist, gedeutet dann als auf- und absteigende Bewegung. Das schematische Bild konnte und kann sich in zahllosen konkretisierenden Gestaltungen ausdr\u00fccken: etwa in dem aus seiner Asche wiedererstehenden Vogel Ph\u00f6nix. In alchemistischen Bereichen findet sich das etwa im Symbol der Ouroboros (Schwanzfresser). Auch wenn es anerkannte gegenl\u00e4ufige Bewegungen gibt, die nicht schlie\u00dfen, wird es durchweg als Mangel empfunden, wenn eine der beiden Bewegungen, die das Ganze eines\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo<\/em><em style=\"font-weight: inherit;\">inversus<\/em>\u00a0bilden, aus welchen Gr\u00fcnden auch immer, sich nicht vollziehen l\u00e4sst oder nicht zum Ausgangspunkt zur\u00fcckf\u00fchrt. Die Kreisbewegung galt in der Antike als perfekte Bewegung, der Kreis als die vollkommenste Figur, die Kugel als die vollkommenste Form: der\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">motus<\/em>\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">circularis<\/em>\u00a0daher als der vollkommenste<em style=\"font-weight: inherit;\">motus<\/em>, als einziger\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">motus perfectus<\/em>. Dieses Muster konnte unterschiedlich variieren und eingebettet sein in \u00fcbergreifende Vorstellungswelten \u2013 wie etwa wenn nach Thomas von Aquin derjenige Effekt gr\u00f6\u00dfere Nobilit\u00e4t besitze, der zu seinen Prinzipien zur\u00fcckkehre: \u201eTunc enim maxime perfectus est, quando in suum redit principium\u201c \u2013 daraus lasse sich folgern: \u201e[\u2026] unde et circulus inter omnis figuras et motus circularis inter omnes motus et maxime perfectus, quia in eis ad principium reditur.\u201c (Summa contra gentiles [1259-64], II, 46).<\/p>\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">Als\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo inversus<\/em>\u00a0scheinen sich die verschiedensten Bilder der Zirkulation deuten zu lassen, und ber\u00fchmt wird William Harveys Entdeckung des gro\u00dfen Blutkreislauf, auch wenn es dabei den einen oder anderen Vorl\u00e4ufer gegeben hat. In jedem Fall ist er vom (aristotelischen) Gedanken beeinflusst, dass der Kreis die perfekteste Figur ist und er beschreibt den Vorgang des Blutkreislauf als einen Auf- und Abstieg. Der\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo<\/em>\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">inversus<\/em>\u00a0mu\u00df sich nicht immer als eine in sich abschlie\u00dfbare vertikale Bewegung darstellen, was freilich oft in den Bildern wie denen des Aufstiegs und Abstiegs gegeben ist. Er kann auch im Rahmen einer \u00fcbergreifenden\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">iterierenden<\/em>\u00a0Bewegung ohne (bestimmtes) Ende oder (bestimmten) Abschluss vorliegen. Hiermit lie\u00dfen sich dann auch Vorstellungen perennierender Gegenl\u00e4ufigkeiten oder Polarit\u00e4ten verbinden. Neben dem ab- und aufsteigenden Kreis finden sich zudem zahlreiche weitere Bilder, Schemata oder Manifestationen, die einen\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo inversus<\/em>\u00a0zum Ausdruck bringen oder zu bringen scheinen: etwa das Bild einer Geraden, bei der unterschiedliche Wegrichtungen m\u00f6glich sind, wie etwa bei der Leiter oder der Kette. So lie\u00dfen sich als eine Art\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo inversus<\/em>\u00a0das pagane Bild der\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">catena aurea Homeri\u00a0<\/em>deuten<em style=\"font-weight: inherit;\">,<\/em>die Himmel und Erde miteinander verbindet, oder das der\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">scala naturae\u00a0<\/em>oder das biblische Bild der Stufenleiter (Jakobs-Leiter) mit den auf- und absteigenden Engeln. Anders jedoch als die das Ketten-Bild integriert das biblische Bild der Jakobsleiter direkt das Auf- und Absteigen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">Keine Frage ist, dass beispielsweise das Bild (allein) einer Kette nicht zwingend als Ausdruck eines\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo<\/em>\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">inversus<\/em>\u00a0zu deuten ist. So kann dieses Bild nur die Qualifikation der in dieser Weise verbundenen Glieder zum Ausdruck bringen \u2013 etwa ihre Geschlossenheit, ihre Dichte, ihre Gef\u00fcgtheit, ihre Untrennbarkeit, ihre Festigkeit, zusammen unter Umst\u00e4nden mit der Vorstellung der Verbindung entfernter Dinge oder der Teile eines Ganzen. Damit scheint dann diese Vorstellung eher horizontal als vertikal strukturiert zu sein, immer abers konnte es eine verbindliche wie vorbildliche Ordnung darstellen, die\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ohne<\/em>\u00a0die Vorstellung der Bewegung ist. Ersteres scheint der Fall zu sein bei Vorstellungen eines ,Bandes\u2019, das die Teile eines Ganzen zusammenh\u00e4lt wie es in der Antike gegenw\u00e4rtig ist oder mit gro\u00dfen zeitlichen Sprung das\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">vinculum<\/em>\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">substantiale<\/em>\u00a0als Erweiterung des Monadenkonzepts bei Leibniz. Demgegen\u00fcber kann der ,Faden\u2019 dann eher das Bild der Orientierung und unter Umst\u00e4nden das der R\u00fcckkehr darstellen, im Vertikalen etwa als Ariadnefaden, der wieder aus dem Labyrinth heraus f\u00fchrt. Allerdings konnte auch das Bild des Labyrinths, in dem man seinen Weg finden (Ariadne-Faden) und wieder Herauskommen musste, samt der dazu gebildeten Stereotype unterschiedlich verwendet werden. Zu den Bereichen der Verwendung dieses Bildes geh\u00f6rt etwa das\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">methodus<\/em>-Konzept und entsprechend der Bildlichkeit sieht man in der Methode den Ariadne-Faden, das\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">filum<\/em><em style=\"font-weight: inherit;\">labyrinthi<\/em>. Wenn \u00fcberhaupt dann ist das zun\u00e4chst freilich eine nur sehr schwach ausgepr\u00e4gte Vorstellung eines\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo inversus<\/em>. Die Vorstellung des Labyrinths und sogar des Ariadne-Fadens selbst schlie\u00dft nicht den Gedanken des\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo inversus<\/em>gleichsam zwingend mit ein; obwohl auch diese Bildlichkeit sich verwenden lie\u00df, einen solchen\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo<\/em>\u00a0zu umschreiben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">Die wenigen Beispiele und Beobachtungen zeigen, dass es erforderlich ist, n\u00e4her zu bestimmen, was als\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo<\/em>\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">inversus<\/em>\u00a0gelten soll. Es soll sich um eine konzeptionelle oder imaginierte Modellierung eines Vorgangs als ,Abstieg\u2019 und ,Aufstieg\u2019, und zwar als ,R\u00fcckkehr\u2019 handeln, der sich anhand von sechs Merkmalen charakterisieren l\u00e4sst:\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">(i)<\/em>\u00a0durch eine Bewegung, die\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">(ii)<\/em>\u00a0als r\u00e4umlich \u2013 vertikal oder horizontal \u2013 aufgefasst wird, die sich auch zeitlich auffassen l\u00e4sst, und die (iii) in zwei Teilbewegungen gegliedert ist, die (iv) gegenl\u00e4ufig (invers) sind und (v) bei denen der Ausgangspunkt der einen mit dem Endpunkt der anderen identisch, \u00fcbereinstimmend oder in bestimmter Weise \u00e4hnlich ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">Schlie\u00dflich (vi) kann die Bewegung als iterierbar gedacht sein: entweder (vi.i) in der Weise, dass bei einer gegebenen (iterierten) Sequenz B1,\u2026.Bn \u2013 die jeweils aus Paaren von Abstiegsbewegung,\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">a<\/em>(B1),\u2026,\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">a<\/em>(Bn), sowie Aufstiegsbewegung,<em style=\"font-weight: inherit;\">d<\/em>(B1), \u2026,\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">d<\/em>(Bn), gebildet ist und die jeweils einen Anfangspunkt,\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">aa<\/em>(B1), \u2026,<em style=\"font-weight: inherit;\">aa(<\/em>Bn) und\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">da<\/em>(B1), \u2026,\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">da<\/em>(Bn), sowie einen Endpunkt,\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ae<\/em>(B1),\u2026,\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ae<\/em>(Bn) und<em style=\"font-weight: inherit;\">de<\/em>(B1),\u2026,\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">de<\/em>(Bn), haben \u2013 gilt:\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">aa<\/em>(Bi) =\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">de<\/em>(Bi) und\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">de<\/em>(Bi) =\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">aa<\/em>(Bj); oder (vi.ii) es gilt nur \u00c4hnlichkeit:\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">aa<\/em>(Bi) ?\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">de<\/em>(Bi) und\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">de<\/em>(Bi) ?\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">aa<\/em>(Bj). Im letzten Fall soll freilich ausgeschlossen sein, dass iterierte \u00c4hnlichkeiten am Ende zu einer Un\u00e4hnlichkeit f\u00fchrt, also\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">de<\/em>(Bi) ungleich\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">aa<\/em>(Bj), denn dann w\u00e4re es eine stetige kontinuierliche Bewegung, die trotz paarweise gegebener \u00c4hnlichkeit zwar den Gedanken des Aufstiegs, aber nicht mehr den der R\u00fcckkehr beinhaltet.<\/p>\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">Das ist die eine Abgrenzung. Die andere erfolgt gegen\u00fcber dem Denken in Polarit\u00e4ten. Bei den Polarit\u00e4ten bleibt zwar die Gegenl\u00e4ufigkeit, das Entgegensetzen erhalten \u2013\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">Kraft<\/em>\u00a0und\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">Gegenkraft<\/em>,\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">actio<\/em>\u00a0und\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">reactio<\/em>,\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">Leben<\/em>\u00a0und<em style=\"font-weight: inherit;\">Tod<\/em>,\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">Alter<\/em>\u00a0und\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">Wiedergeburt<\/em>\u00a0\u2013 aber es ist auch nicht (zwingend) verbunden mit dem Gedanken der R\u00fcckkehr. Es kann richtungslos sein, es ist dann eine Art von Wiederholung, mehr oder weniger intern gleich strukturierter Sequenzen, und unter Umst\u00e4nden virtuell unbegrenzt: Jede R\u00fcckkehr erscheint zwar als eine Art Wieder-Holung, aber nicht jede Wiederholung muss eine R\u00fcckkehr sein. Es kann aber auch gerichtet sein, dann muss ein solches Muster nicht unbedingt als R\u00fcckkehr gedeutet sein. Allerdings gibt es auch bei dem Polarit\u00e4tenmodell Varianten, die einen\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo<\/em>\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">inversus<\/em>\u00a0bilden. Das ist der Fall etwa bei Vorstellungen eines Gleichgewichts von ,Kr\u00e4ften\u2019, bei denen ein Ungleichgewicht entsteht, das wiederum zu einem Gleichgewicht wird.<\/p>\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">F\u00fcr das Thema des Projekt im engeren Sinn ist eine weiter Spezifizierung erforderlich. Der\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo inversus<\/em>\u00a0kann sich darbieten als eine Bewegung in einem Gegenstand, etwa als\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo<\/em>\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">naturae<\/em>; es kann sich dann um die Imagination einer realen Bewegung handeln. Der\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo inversus<\/em>\u00a0kann aber auch im Erkennenden selbst gesehen werden, etwa als\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo quoad nos<\/em>; es kann sich dann um eine Bewegung handeln, die keine Pendant im zu erkennenden Gegenstand besitzt \u2013 das kann dann der aus\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">analytischer<\/em>\u00a0und\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">synthetischer<\/em>\u00a0Methode bestehede<em style=\"font-weight: inherit;\">regressus<\/em>\u00a0sein. Aufschlussreich ist nun, wenn beides miteinander verbunden ist und gemeinsam am\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo inversus<\/em>\u00a0teilhat, also der\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo naturae<\/em>\u00a0mit dem\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo cognoscendi<\/em>. Das, was\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">prius in ordine essendi<\/em>\u00a0ist, erweist sich als\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">posterius<\/em>\u00a0im Blick auf den\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo cognoscendi<\/em>\u00a0und umgekeht. Hinzukommt, dass der\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo cognoscendi<\/em>\u00a0nicht nur zusammen mit dem\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo naturae<\/em>\u00a0einen\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo inversus<\/em>bildet, sondern auch allein genommen. Die Pointe ist, dass die Bewegung, die aus dem\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo cognoscendi<\/em>\u00a0einen\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo inversus<\/em>\u00a0macht, richtungsgleich zum\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo naturae<\/em>\u00a0verl\u00e4uft. Das hat zu einem \u00fcberaus einflu\u00dfreichen (epistemologischen) Gedanken gef\u00fchrt. Es ist die Pr\u00fcfung des im\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo<\/em>\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">cognoscendi<\/em>\u00a0erzeugten Wissen \u00fcber den\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo naturae<\/em>. Wird der\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo inversus<\/em>\u00a0im Rahmen des\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo cognoscendi<\/em>realisiert, so ist der\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo naturae<\/em>\u00a0auch wirklich erkannt. So faszinierend und \u00fcberaus pr\u00e4gend diese Idee auch gewesen sein mag: In den meisten F\u00e4llen ist schon an der logischen Struktur eines solchen\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo inversus<\/em>\u00a0des\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo cognoscendi<\/em>\u00a0einsichtig, dass ein definitiver Schluss auf die epistemische G\u00fcte des im\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo<\/em>\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">inversus<\/em>\u00a0erzeugten Wissens unzul\u00e4ssig ist. Dieser logische Defekt hat auch einen Namen:\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">fallacia consequentis<\/em>.<\/p>\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">Zwei L\u00f6sungsangebote hat es im wesentlichen gegeben: Entweder man verzichtet auf die definitive Auszeichnung des im\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo inversus<\/em>\u00a0erzeugten Wissens aufgrund der mangelnden Eindeutigkeit. Man kann dann zwar durchaus daran festhalten, dass es nur eine Wahrheit gibt, aber dieses lasse sich nicht im Rahmen des\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo inversus<\/em>\u00a0des Erkennens eindeutig bestimmen. Oder aber man versucht, die\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">fallacia<\/em>\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">consequentis<\/em>\u00a0im\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo<\/em>\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">cognoscendi<\/em>\u00a0zu vermeiden. Hierzu gibt es verschiedene M\u00f6glichkeiten, bei denen das Projekt sich im wesentlichen auf zwei beschr\u00e4nkt: Die eine setzt bei den Anforderungen an, die an den Teil des\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo<\/em>\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">cognoscendi<\/em>\u00a0zu richten sind, der mit dem\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo naturae<\/em>einen\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo inversus<\/em>\u00a0bildet. Allgemein gesagt betrifft das die\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">Beziehung<\/em>\u00a0zwischen<em style=\"font-weight: inherit;\">aa<\/em>(Bi) und\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ae<\/em>(Bi). Sie wird unter so strenge Anforderungen gestellt, dass die<em style=\"font-weight: inherit;\">fallacia consequentis<\/em>\u00a0nicht mehr droht. Diese L\u00f6sung l\u00e4sst den\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo inversus<\/em>intakt; es \u00e4ndert sich dann im wesentlichen etwas hinsichtlich des Bereichs seiner Anwendung im\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo cognoscendi<\/em>, der in dieser Weise eingeschr\u00e4nkt wird. Die zweite M\u00f6glichkeit scjhl\u00e4gt einen ganz anderen Weg ein. Um das Problem epistemischer Gewissheit des Erkennens zu l\u00f6sen, richtet sie sich gegen den\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo inversus<\/em>\u00a0als Ganzen. Mit seiner Hilfe lasse sich eine solche epistemische Gewissheit grunds\u00e4tzlich nicht erzeugen, so tauglich er in anderen F\u00e4llen der Wissenserzeugung im\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo cognoscendi<\/em>\u00a0durchaus sein k\u00f6nne. Der Grundgedanke ist dabei vereinfacht, dass man sogleich mit dem Teil des\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo<\/em><em style=\"font-weight: inherit;\">cognoscendi<\/em>\u00a0beginnt, der dem\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo<\/em>\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">naturae<\/em>\u00a0gleichgerichtet ist. Das hei\u00dft also, dass das, was im\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo naturae<\/em>\u00a0das Erste ist, es auch im\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo cognoscendi<\/em>\u00a0ist. Die andere Bewegung im\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo inversus<\/em>\u00a0des\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo cognoscendi<\/em>\u00a0ist damit nicht vollkommen entwertet oder zwecklos; sie bekommt andere Aufgaben zugewiesen, vor allem ist sie nun im\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo<\/em>\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">inversus<\/em>\u00a0des\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo cognoscendi<\/em>\u00a0dem<em style=\"font-weight: inherit;\">descensus<\/em>\u00a0nachgeordnet. Als das zentrale Problem dieser L\u00f6sung erweist sich, wie man in den so aufgefassten\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo cognoscendi<\/em>\u00a0hineinkommt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">Der letzte Schwerpunkt des Projekts betrifft dann das Zerbrchen des sowohl in der Naturphilosophie als auch in der Hermeneutik gedeuteten\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo inversus<\/em>\u00a0im Laufe des 18. Jhs., wenn er etwa auf einmal in der Hermeneutik als viti\u00f6s erscheint und als Problem eines (immer zu vermeidenden) des Zirkels des Verstehens seine Er\u00f6rterung findet (was in der Retrospektive nicht selten als Entdeckung des ,hermeneutischen Zirkels\u2019 fehlgedeutet wurde). Dazu geh\u00f6rt dann auch die Analyse von ,Substituten\u2019, die am Ende des 18. und am Beginn des 19. Jhs. vorgetragen werden, um diesen Niedergang in beiden Bereichen zu lindern oder zu kompensieren. Die sehr verschiedenen \u00dcberlegungen \u2013 etwa die Schellings, Hegels, Kants oder Schleiermachers und vieler anderer \u2013 lassen sich sehr vereinfacht in zwei Gruppen unterteilen: die einen halten am Probecharakter des\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo inversus<\/em>\u00a0(also: das Zerlegen und das gegl\u00fcckte Widerherstellen) f\u00fcr die Wahrheit des Wissens fest, wenn auch aufgrund sehr modifizierenden Vorstellungen; die anderen pr\u00e4ferieren (in der hier gew\u00e4hlten Sprache) die L\u00f6sung des Gleichgerichtetseins von\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo cognoscendi<\/em>\u00a0und\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo naturae<\/em>. Dabei zeigt sich dann auch, dass sich die Plausibilit\u00e4t, die dem\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo<\/em><em style=\"font-weight: inherit;\">inversus<\/em>\u00a0f\u00fcr bestimmte Wissensbereiche zu- oder abgesprochen wird, durch Annahmen erzeugt, die nicht mehr von traditionellen christlichen Vorstellungen bestimmt erscheinen, auch wenn sie hiermit noch gewisse strukturelle \u00c4hnlichkeiten besitzen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">Das Projekt wird im Rahmen der F\u00f6rderinitiative\u00a0<span style=\"font-weight: bold; font-style: inherit; color: #666666;\"><em style=\"font-weight: inherit;\">Opus magnum<\/em><\/span>\u00a0von der VolkswagenStiftung \u00fcber einen Zeitraum von zwei Jahren gef\u00f6rdert.<br \/>\n<span style=\"font-weight: bold; font-style: inherit; color: #666666;\"><em style=\"font-weight: inherit;\">Verkn\u00fcpfungen<\/em><\/span><\/p>\n<ul style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">\n<li style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\"><a style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit; color: #333333;\" title=\"Analysis textus: scriptura und natura\" href=\"https:\/\/fheh.org\/?page_id=406\"><em style=\"font-weight: inherit;\">Analysis<\/em>\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">textus<\/em>:\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">scriptura<\/em>\u00a0und\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">natura<\/em><\/a><\/li>\n<li style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\"><a style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit; color: #333333;\" title=\"Die hermeneutica generalis Johann Claubergs\" href=\"https:\/\/fheh.org\/?page_id=409\">Die\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">hermeneutica<\/em>\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">generalis<\/em>\u00a0Johann Claubergs<\/a><\/li>\n<li style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\"><a style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit; color: #333333;\" title=\"Hermeneutik um 1800 I: Philosophie, Besserverstehen und sensus moralis\" href=\"https:\/\/fheh.org\/?page_id=422\">Hermeneutik um 1800: Philosophie, Besserverstehen und\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">sensus<\/em>\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">moralis<\/em><\/a><\/li>\n<li style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\"><a style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit; color: #333333;\" title=\"Kontrafaktische Imaginationen in der Wissensgeschichte\" href=\"https:\/\/fheh.org\/?page_id=321\">Kontrafaktische Imaginationen in der Wissensgeschichte<\/a><\/li>\n<li style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\"><a style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit; color: #333333;\" title=\"Ordnungen des Wissens in der Fr\u00fchen Neuzeit\" href=\"https:\/\/fheh.org\/?page_id=322\">Ordnungen des Wissens in der Fr\u00fchen Neuzeit<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\"><span style=\"font-weight: bold; font-style: inherit; color: #666666;\"><em style=\"font-weight: inherit;\">Vorarbeiten<\/em><\/span><\/p>\n<ol style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">\n<li style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">Lutz Danneberg, Die Historiographie des hermeneutischen Zirkels:\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">Fake<\/em>\u00a0und<em style=\"font-weight: inherit;\">fiction<\/em>\u00a0eines Behauptungsdiskurses. In: Zeitschrift f\u00fcr Germanistik N.F., 3\/1995, S. 611-624.<\/li>\n<li style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">-: Die Anatomie des Text-K\u00f6rpers und Natur-K\u00f6rpers: das Lesen im\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">liber naturalis<\/em>\u00a0und\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">supernaturalis<\/em>. Berlin\/New York 2003.<\/li>\n<li style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">-: <a href=\"https:\/\/fheh.org\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Zerst\u00fcckelung-2.doc\">Ganzheitsvorstellungen und Zerst\u00fcckelungsphantasien<\/a>. Zum Hintergrund und zur Entwicklung der Wahrnehmung \u00e4sthetischer Eigenschaften in der zweiten H\u00e4lfte des 18. und zu beginn des 19. Jahrhunderts. In: J\u00f6rg Sch\u00f6nert und Ulrike Zeuch (Hg.), Mimesis \u2013 Repr\u00e4sentation \u2013 Imagination. Literaturtheoretische Positionen von Aristoteles bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Berlin\/New York 2004, S. 241-282.<\/li>\n<li style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">-:\u00a0<a href=\"https:\/\/fheh.org\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/schleiermacher.pdf\">Schleiermacher und die Hermeneutik<\/a>.\u00a0 FHEH-Preprint; PDF-Dokument; erscheint in gek\u00fcrzter Fassung in: Annette B. Baertschi und Colin G. King (Hg.), Die mdoerenen V\u00e4ter der Antike. Die Entwicklung der Altertumswissenschaften an Akademie und Universit\u00e4t im Berlin des 19. Jahrhunderts. Erscheint Berlin\/New York 2009<\/li>\n<li style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">-: Der <em><a href=\"https:\/\/fheh.org\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/ordo-inversus-V01.pdf\">ordo inversus<\/a><\/em>, sein Zerbrechen im 18. Jahrhundert und die Versuche seiner Heilung oder Substitution (Kant, Schleiermacher, Schelling und andere). Version 22.3.2009. PDF-Dokument.<\/li>\n<li style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">-: Der\u00a0<em style=\"font-weight: inherit;\">ordo inversus<\/em>, sein Zerbrechen im 18. Jahrhundert und die Versuche seiner Heilung und Substitution (Kant, Hegel, Fichte, Schleiermacher, Schelling). In: Simone de Angelis, Florian Gelzer und Lucas Marco Gisi (Hg.), ,Natur\u2018, Naturecht und Geschichte. Aspekte eines fundamentalen Begr\u00fcdnungsdiskurses der Fr\u00fchen Neuzeit (1600-1900). Heidelberg 2010, S. 93-137.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">Kontakt:\u00a0<a style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit; color: #333333;\" title=\"Danneberg, Lutz\" href=\"https:\/\/fheh.org\/?page_id=2237\">Lutz Danneberg<\/a><\/p>\n<\/div>\n<footer class=\"entry-footer\" style=\"color: rgba(51, 51, 51, 0.701961);\"><span class=\"posted-on\" style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\"><span class=\"screen-reader-text\" style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">Ver\u00f6ffentlicht\u00a0<\/span><\/span><\/footer>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bearbeitung: Lutz Danneberg Mit\u00a0ordo inversus\u00a0ist allgemein die Bewegung gemeint eines Ausgehens von etwas, das sich mit dem Zur\u00fcckkehren zum Ausgangspunkt verkn\u00fcpft. Die Bezeichnung\u00a0ordo\u00a0inversus\u00a0ist f\u00fcr diese Form der Bewegung vergleichsweise selten \u2013 denn es handelt sich weder um einen\u00a0ordo\u00a0oder\u00a0mundus perversus\u00a0noch um einen\u00a0mundus\u00a0inversus. H\u00e4ufiger dagegen sind\u00a0fluxus\u00a0(effluxus)\/refluxus,exitus\/reditus\u00a0(reversio),\u00a0progressio\u00a0(egressio)\/regressio\u00a0\u2013 und sehr h\u00e4ufigascensus\/descensus. Letzteres ist zudem ein Begriffpaar, das in sehr [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":36,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/fheh.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/405"}],"collection":[{"href":"https:\/\/fheh.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/fheh.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fheh.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fheh.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=405"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/fheh.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/405\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3898,"href":"https:\/\/fheh.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/405\/revisions\/3898"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fheh.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/36"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/fheh.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=405"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}