{"id":3037,"date":"2017-01-17T15:18:26","date_gmt":"2017-01-17T14:18:26","guid":{"rendered":"http:\/\/fheh.org\/?page_id=3037"},"modified":"2017-01-17T15:50:48","modified_gmt":"2017-01-17T14:50:48","slug":"3037-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/fheh.org\/?page_id=3037","title":{"rendered":"Hochland-Publizistik"},"content":{"rendered":"<p class=\"western\"><strong>Bearbeiterin<\/strong>: <a href=\"https:\/\/fheh.org\/?page_id=2747\">Kristina Mateescu<\/a><\/p>\n<p class=\"western\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3038 alignright\" src=\"https:\/\/fheh.org\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/hochland.jpg\" alt=\"\" width=\"272\" height=\"232\" \/>Die katholische Kulturzeitschrift <em>Hochland<\/em> stellte bis zu ihrem Verbot 1941 nicht nur eine der wichtigsten Sammelstellen und Diskussionsplattformen einer \u00fcberkonfessionell-intellektuellen Elite dar, sie fungierte zudem als F\u00f6rderstelle einer sich ethischen Ma\u00dfst\u00e4ben verpflichtenden Literaturproduktion. Das titelgebende Programm, eine christlich gesinnte \u201eH\u00f6henkammliteratur\u201c zu etablieren, die Teilhabe an der \u00e4sthetischen Moderne forderte, bot insbesondere in den Jahren nationalsozialistischer Herrschaft f\u00fcr viele Autoren der sogenannten \u201eInneren Emigration\u201c, wie etwa Reinhold Schneider, Werner Bergengruen, Oskar Loerke, Stefan Andres, Ernst Wiechert, Elisabeth Langg\u00e4sser, Ricarda Huch, Theodor Haecker u.a. die M\u00f6glichkeit non-konformer und oft esoterisch codierter Publikation. Gem\u00e4\u00df des breiten Textsortenrepertoires der Zeitschrift trifft diese Beobachtung allerdings nicht nur auf belletristische Texte zu, sondern l\u00e4sst sich in einer Vielzahl der Ver\u00f6ffentlichungen, wie Berichten, Stellungnahmen, Rezensionen, wissenschaftlichen und popul\u00e4rwissenschaftlichen Aufs\u00e4tzen, weltanschauungsliterarischen Abhandlungen und mitunter sogar Bilddrucken machen. Damit ist zugleich ein Hinweis auf die diskursive Kraft der Kulturzeitschrift <em>Hochland<\/em> gegeben, deren Verkaufs- und Auflagezahlen ab 1933 rapide steigen: sie umfasst neben dem Kulturell-\u00c4sthetischen auch den Bereich von Wissenschaft und Gesellschaftspolitik.<\/p>\n<p class=\"western\">Vor diesem Hintergrund l\u00e4sst sich anhand folgender Fragen das Erkenntnisinteresse und Vorhaben des Projekts skizzieren: Auf welche Art und Weise setzt sich die Zeitschrift zwischen 1933 und 1941 mit den Diskursen der Zeit auseinander? Welche Techniken und Strategien werden in den ver\u00f6ffentlichten Texten bedient, um einerseits den Zensurrichtlinien zu entsprechen und andererseits Weltanschauungsdissens zu artikulieren? Inwiefern l\u00e4sst sich in diesem Zusammenhang eine \u201eNS-Resistenz\u201c behaupten? Wie wird der an sich trans- oder \u00fcbernationale Charakter des Katholizismus zum deutschen Nationalismus ins Verh\u00e4ltnis gesetzt? Wie thematisiert die Zeitschrift Antisemitismus? Wer sind die wichtigsten Akteure des \u201eHochland-Kreises\u201c, wie weit reicht ihr Personennetzwerk und in welcher Beziehung standen sie zu den parteiamtlichen Stellen? Neben der Erstellung eines Zeitschriftenprofils soll die Auswahl signifikanter Themen dazu dienen, Schneisen zu schlagen, die sowohl Diskussionszusammenh\u00e4nge als auch Personennetzwerke sichtbar machen. Dar\u00fcber hinaus soll das Projekt ein Fallbeispiel non-konformer Publizistik im Dritten Reich liefern.<\/p>\n<p class=\"western\"><a href=\"https:\/\/fheh.org\/?page_id=2471\">DFG-Projekt NS-Wissenschaft<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bearbeiterin: Kristina Mateescu Die katholische Kulturzeitschrift Hochland stellte bis zu ihrem Verbot 1941 nicht nur eine der wichtigsten Sammelstellen und Diskussionsplattformen einer \u00fcberkonfessionell-intellektuellen Elite dar, sie fungierte zudem als F\u00f6rderstelle einer sich ethischen Ma\u00dfst\u00e4ben verpflichtenden Literaturproduktion. 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