{"id":2684,"date":"2016-07-11T20:43:44","date_gmt":"2016-07-11T18:43:44","guid":{"rendered":"http:\/\/fheh.ilw.uni-stuttgart.de\/?page_id=2684"},"modified":"2017-01-21T06:58:59","modified_gmt":"2017-01-21T05:58:59","slug":"epistemische-situation","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/fheh.org\/?page_id=2684","title":{"rendered":"Epistemische Situation"},"content":{"rendered":"<p><strong>Bearbeiter:<\/strong> Andrea Albrecht, Lutz Danneberg, Carlos Spoerhase, Dirk Werle<\/p>\n<p>Wie und warum entstehen Ideen in der Literatur und in den Wissenschaften? Wie und warum werden sie tradiert, verbreitet, ver\u00e4ndert? Das sind die Leitfragen einer historischen Disziplin, die Mitte des 20. Jahrhunderts als history of ideas begann und sich in der Zwischenzeit zu einer methodisch differenzierteren intellectual history weiterentwickelt hat. Im deutschsprachigen Raum hat die Ideengeschichte keinen fest etablierten institutionellen Ort, trotz der prominenten und visiblen Gr\u00fcndung der Zeitschrift f\u00fcr Ideengeschichte im Jahr 2007, in der die Geschichte von Ideen programmatisch mit der Medialit\u00e4t und Materialit\u00e4t von in Archiven \u00fcberlieferten Dokumenten und Best\u00e4nden verkn\u00fcpft wird. Das ist eine sehr plausible konzeptionelle Entscheidung, begegnet sie doch einem notorischen Kritikpunkt an einer falsch verstandenen Ideengeschichte, nach der Ideen allzu luftige, rein geistige Konstrukte sind, deren Geschichte man nicht einfach so, abgel\u00f6st von ihrer Einbettung in soziale, institutionelle und andere Kontexte erz\u00e4hlen k\u00f6nne. Eine angemessene Konzeption von Ideengeschichte tr\u00e4gt dem Umstand Rechnung, dass Ideen in je spezifischen Darstellungsformen und in rekonstruierbaren epistemischen Situationen entstehen, verbreitet und transformiert werden. Insofern Ideen in historischer Perspektive vornehmlich in Gestalt von Texten greifbar werden, sind die Textwissenschaften, ist n\u00e4herhin die Literaturwissenschaft das geeignete Umfeld f\u00fcr die Konzeption einer angemessenen Form ideengeschichtlicher Rekonstruktion.<\/p>\n<p>Die Beitr\u00e4ge zu dem anl\u00e4sslich von Lutz Dannebergs 65. Geburtstag ausgerichteten Workshop widmen sich der Vorstellung, Explikation und problemorientierten Diskussion von Konzepten ideengeschichtlicher Rekonstruktion wie \u201aWissensanspruch\u2018, \u201aepistemische Situation\u2018, \u201akognitive Asymmetrie\u2018, \u201ahistorische Epistemologie\u2018, \u201aAuto-\/Heterostereotyp\u2018, \u201aAutorit\u00e4t\u2018, \u201aTestimonium\u2018, \u201aDarstellungsform\u2018, \u201akontrafaktische Imagination\u2018 mit Blick auf ihr jeweiliges historisches Potential.<\/p>\n<p><strong>Vorarbeiten<\/strong><\/p>\n<p>Workshop &#8220;<a href=\"https:\/\/fheh.org\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Konzepte-ideengeschichtlicher-Rekonstruktion-Programm-WerbungAA-1.doc\">Konzepte ideengeschichtlicher Rekonstruktion<\/a>&#8220;, Heidelberg im Juli 2016 (<a href=\"https:\/\/fheh.org\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Flyer-1.pdf\">Flyer<\/a>)<\/p>\n<p><strong>Publikation<\/strong><\/p>\n<p>Forschungsdiskussion in der <a href=\"https:\/\/www.degruyter.com\/view\/j\/scipo.2016.20.issue-1\/issue-files\/scipo.2016.20.issue-1.xml\">Scientia Poetica 2016<\/a><\/p>\n<p><strong>Kontakt<\/strong>: <a href=\"https:\/\/fheh.org\/?page_id=2237\">Lutz Danneberg<\/a>,\u00a0<a title=\"Spoerhase, Carlos\" href=\"https:\/\/fheh.org\/?page_id=2279\">Carlos Spoerhase<\/a>,\u00a0<a title=\"Werle, Dirk\" href=\"https:\/\/fheh.org\/?page_id=2295\">Dirk Werle<\/a>, <a title=\"Albrecht, Andrea\" href=\"https:\/\/fheh.org\/?page_id=2233\">Andrea Albrecht<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bearbeiter: Andrea Albrecht, Lutz Danneberg, Carlos Spoerhase, Dirk Werle Wie und warum entstehen Ideen in der Literatur und in den Wissenschaften? 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