{"id":1641,"date":"2015-01-04T17:20:48","date_gmt":"2015-01-04T16:20:48","guid":{"rendered":"http:\/\/serverle.ilw.uni-stuttgart.de\/fheh\/?page_id=1641"},"modified":"2017-05-13T08:17:57","modified_gmt":"2017-05-13T06:17:57","slug":"nationale-spezifika-und-internationale-aspekte-der-wissenschaftsentwicklung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/fheh.org\/?page_id=1641","title":{"rendered":"Nationale Spezifika und internationale Aspekte der Wissenschaftsentwicklung"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content\" style=\"color: #333333;\">\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\"><span style=\"font-weight: bold; font-style: inherit; color: #666666;\">Workshop im Rahmen der Forschergruppe Narratologie (FGN) an der Universit\u00e4t Hamburg<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">Forschergruppe Narratologie, Rothenbaumchaussee 34, 20148 Hamburg, 16.-17. Juni 2006<\/p>\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">Die literatur- und sprachwissenschaftlichen sowie die anderen kulturwissenschaftlichen Disziplinen sind \u2013 auch wenn bestimmte Unterschiede nicht ausgeblendet werden sollten \u2013 nicht weniger international ausgerichtet als die naturwissenschaftlichen F\u00e4cher. Dieser Befund trifft insbesondere auf ein schon von den Grundlagen her so eminent inter- und transdisziplin\u00e4r konzipiertes Unternehmen wie die Erz\u00e4hltheorie (Narratologie) zu. Denn ihre inter- und transdisziplin\u00e4re Basis ist es vor allem, die sie international anschlu\u00df- und austauschf\u00e4hig macht. Nicht zu \u00fcbersehen ist dabei, da\u00df der Wissensschaftsaustausch \u2013 das Anerkennen oder Zur\u00fcckweisen von Wissensanspr\u00fcchen \u2013 keineswegs gleichm\u00e4\u00dfig verteilt erfolgt, sondern sich Zentren herausbilden, die die internationale Diskussion dominieren, und Peripherien, die weitgehend aufnehmend sind und auf solche Zentren bezogen bleiben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">Die Produktion, Distribution und Rezeption von Wissenssystemen vollzieht sich in unterschiedlichen nationalen und internationalen sozialen R\u00e4umen, die sowohl die Form als auch den kognitiven Gehalt von Theorien mitunter stark mitstrukturieren, ihre Durchsetzung beg\u00fcnstigen oder behindern. Das wird besonders deutlich, wenn man Transferprozesse von Theorien verfolgt. Als Regelfall darf man annehmen, da\u00df Theorien weitgehend losgel\u00f6st vom wissenschaftskulturellen Kontext ihrer Genese weitergereicht und aufgenommen werden. Im Proze\u00df ihrer Vermittlung und Aneignung stellen sich dann unweigerlich \u201aVermittlungs- und Rezeptionsverluste\u2018 ein, die durch Umdeutung, Anpassung und Re-Kontextualisierung wieder ausgeglichen werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">Wissenschafterforschende Disziplinen wie Wissenschaftstheorie, Wissenschaftssoziologie oder Wissenschaftsgeschichte haben eine Reihe von Verfahren und Konzepten zur Untersuchung von Wissenschaftsprozessen er\u00f6rtert und erprobt. Gelegentlich ist jedoch die Klage zu vernehmen, da\u00df dabei zu oft nur ein eng begrenztes Spektrum von Voraussetzungen und Konstellationen der Wissenschaftsentwicklung ausgew\u00e4hlt und f\u00fcr die Untersuchungen herangezogen wird. Eher selten hingegen sind Versuche, die unterschiedlichen am Wissenschaftsproze\u00df beteiligten Faktoren (Theorien, Institutionen, Personen sowie die Kommunikationswege und -mittel) auf den Ebenen der Produktion, Vermittlung und Aneignung aufeinander zu beziehen und f\u00fcr die Erforschung der Wissenschaftsentwicklung fruchtbar zu machen, ohne da\u00df dabei die Wissensinhalte allzusehr in den Hintergrund treten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">Dieser Workshop soll Gelegenheit bieten, Bedingungen und M\u00f6glichkeiten integrativer Ans\u00e4tze zur Untersuchung von Wissenschaftsprozessen zu diskutieren und wichtige Faktoren der Wissenschaftsentwicklung zu benennen und kritisch zu beleuchten. W\u00e4hrend der erste Teil dieser Tagung im Spannungsbogen zwischen \u2019nationaler Spezifika und internationaler Aspekte\u2018 sich \u00fcbergreifenden Fragestellungen der Wissenschaftsentwicklung widmen wird, soll im zweiten Teil unter diesem Gesichtpunkt die Entwicklung der Narratologie in den letzten zwanzig Jahren aus unterschiedlichen Perspektiven zur Diskussion gestellt werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">Die Arbeitstagung ist als Diskussionsveranstaltung konzipiert. Um einen m\u00f6glichst intensiven Gedankenaustausch zu erm\u00f6glichen, soll den jeweiligen thematischen Diskussionen ein Kurzreferat von zehn bis 15 Minuten vorangehen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">Kontakt:\u00a0<a style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit; color: #333333;\" href=\"https:\/\/www.slm.uni-hamburg.de\/germanistik\/personen\/ehemalige\/schernus.html\">Wilhelm Schernus<\/a><\/p>\n<\/div>\n<footer class=\"entry-footer\" style=\"color: rgba(51, 51, 51, 0.701961);\"><span class=\"posted-on\" style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\"><span class=\"screen-reader-text\" style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">Ver\u00f6ffentlicht a<\/span><\/span><\/footer>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Workshop im Rahmen der Forschergruppe Narratologie (FGN) an der Universit\u00e4t Hamburg Forschergruppe Narratologie, Rothenbaumchaussee 34, 20148 Hamburg, 16.-17. 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