{"id":1639,"date":"2015-01-04T17:20:48","date_gmt":"2015-01-04T16:20:48","guid":{"rendered":"http:\/\/serverle.ilw.uni-stuttgart.de\/fheh\/?page_id=1639"},"modified":"2015-01-04T17:20:48","modified_gmt":"2015-01-04T16:20:48","slug":"unsicheres-wissen-in-der-fruehen-neuzeit","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/fheh.org\/?page_id=1639","title":{"rendered":"Unsicheres Wissen in der Fr\u00fchen Neuzeit"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content\" style=\"color: #333333;\">\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">Unsicheres Wissen in der Fr\u00fchen Neuzeit: Formen des Skeptizismus und Theorien der Wahrscheinlichkeit in der Interpretation von Zeichen und Zeugnissen, 2. bis 5. April 2007, Leucorea, Wittenberg<\/p>\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">Die Fachtagung Unsicheres Wissen in der Fr\u00fchen Neuzeit galt der Untersuchung der epistemologischen und methodologischen Dimensionen des Umgangs mit Gewissheitsverlusten und -m\u00e4ngeln in den fr\u00fchneuzeitlichen Wissenschaften. Das Tagungsprogramm zielte auf die Untersuchung der Beziehung von Formen des Skeptizismus und Theorien der Wahrscheinlichkeit im Zeitraum von 1500 bis 1800 und sollte die Erschlie\u00dfung von Konzeptualisierungen \u201aunsicheren\u2018 oder \u201aschwachen\u2018 Wissens erlauben. Dabei sollten die einschl\u00e4gigen gro\u00dfen Narrative vornehmlich angloamerikanischer Provenienz \u00fcberpr\u00fcft werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">I. Ausgangspunkt<\/p>\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">Im Rahmen der fr\u00fchneuzeitlichen Erkenntnistheorie und Methodologie sch\u00e4len sich unterschiedliche Konzeptionen eines unsicheren Wissens heraus, die sich auch f\u00fcr die \u201ewissenschaftliche Revolution\u201c im 17. Jahrhundert als ma\u00dfgeblich erweisen. Dieses unsichere Wissen, das unter anderem als \u201emoralische Gewissheit\u201c, \u201eWahrscheinlichkeit\u201c oder als gem\u00e4\u00dfigte bzw. \u201ekonstruktive\u201c Skepsis ausformuliert wird, stellt eine Rationalit\u00e4tsform dar, die ohne absolute Gewissheitsanspr\u00fcche auskommt. Im Zuge der Etablierung dieser neuen Rationalit\u00e4tsform wird die streng disjunktive epistemische Dichotomie von Wissen\/Meinung von epistemischen Trichotomien oder von einer mehr oder weniger homogenen Stufenleiter epistemischer Wahrscheinlichkeitsgrade abgel\u00f6st. In jedem Fall wird neben der apodiktischen Gewissheit, die nunmehr allenfalls in der Mathematik und der Metaphysik ihren Ort hat, eine Form des \u201aschwachen\u2018 Wissens anerkannt, die keine absolute Gewissheit herzustellen vermag. Die Tagung Unsicheres Wissen in der Fr\u00fchen Neuzeit richtete sich an der These aus, dass diese Theorien \u201aschwachen\u2018 Wissens nur dann angemessen gew\u00fcrdigt werden k\u00f6nnen, wenn neben den naturphilosophischen und erkenntnistheoretischen Dimensionen des fr\u00fchneuzeitlichen Wissens auch die Methodenlehren der Zeichen und Zeugnisse interpretierenden Wissenschaften herangezogen werden. Die wissenshistorischen Fragen nach der epistemologischen Valenz sowie dem ideenhistorischen Zusammenhang von Wahrscheinlichkeit und Skeptizismus in den fr\u00fchneuzeitlichen Wissenschaften sollten durch einen interdisziplin\u00e4ren Zugriff gekl\u00e4rt werden, der gleicherma\u00dfen Forschungsergebnisse der Philosophie, der Historiographie und der diversen Philologien ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">II. Skeptizismus<\/p>\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">Das erste Tagungspanel umfasste Fragestellungen zum fr\u00fchneuzeitlichen Skeptizismus und wurde mit einem Beitrag von Dominik Perler (Berlin) eingeleitet, der ausgehend von einer Analyse des Cartesischen \u201eVerm\u00f6gensskeptizismus\u201c zeigte, dass Descartes\u2019 Kritik eines umfassenden Verm\u00f6gensskeptizismus zwei Arten von Wissen erm\u00f6glicht: absolut sicheres Wissens, dass auf \u201emetaphysischer Gewissheit\u201c beruht und unsicheres Wissen, dass auf \u201emoralischer Gewissheit\u201c gr\u00fcndet; Descartes geht es, wie Perler zeigte, nicht um eine globale Zur\u00fcckweisung des unsicheren Wissens, sondern um eine sorgf\u00e4ltige Abgrenzung dieses \u201aschwachen\u2018 Wissens von sicherem Wissen. Max Bergengruen (Basel) rekonstruierte unterschiedliche Versuche, die Herkunft von zentralen \u201eGedankenfiguren\u201c in Descartes Meditationes und Recherche de la verit\u00e9 zu kl\u00e4ren. Zu den drei Gedankenfiguren Descartes\u2019, die Bergengruen untersuchte (Wahnsinn, Traum, genius malignus), wurden Parallelen in Johann Weyers De praestigiis daemonum aufgezeigt: Bergengruen hob hervor, dass Descartes\u2019 und Weyers Konzeptionen der (d\u00e4monischen) Wahrnehmungst\u00e4uschung weitgehende \u00c4hnlichkeiten aufweisen. Markus Wild (Berlin) arbeitete in seinem Beitrag zu Montaignes Hermeneutik heraus, dass Montaigne einen hermeneutischen Skeptizismus vertritt, der den Sinnzweifel auf das Verstehen von Texten und Personen ausweitet, wobei der globalisierte Zweifel am Personenverstehen sogar das Selbstverstehen umfasst. Im Anschluss an seine Darstellung der Montaigne\u2019schen hermeneutischen Skepsis skizzierte Wild, welche Konsequenzen diese Skepsis f\u00fcr Montaignes Kritik des Experten hat. Verena Lobsien (Berlin) situierte Thomas Browne\u2019s Religio Medici im Feld des fr\u00fchneuzeitlichen Skeptizismus und Probabilismus; dabei zeigte sie die Kombination von hermetischen und skeptizistischen Topoi in der Schreibweise des Norwicher Arztes und Antiquars auf.<br \/>\nSandra Pott (London) zeigte in ihren Beitrag, dass die Skepsisaffinit\u00e4t der Lehre von der Erkenntnis des Sch\u00f6nen bereits vor dem Beginn der \u00c4sthetik, wie sie aus der Wolff-Schule bekannt ist, von Jean-Pierre de la Crousaz beschrieben wurde. Pott zeigte, wie in Crousaz\u2019 Trait\u00e9 du beau Aspekte seiner mathematischen und antiskeptischen \u00dcberlegungen zusammenflie\u00dfen und die \u00c4sthetik avant la lettre als Suche nach \u201asicherem\u2018 Wissen vom Sch\u00f6nen konzipiert wird. Dirk Werle (Leipzig) untersuchte in seinem Beitrag das Verh\u00e4ltnis von Skeptizismus und Enzyklop\u00e4distik im 17. Jahrhundert. Anhand einer eingehenden Analyse dieses Verh\u00e4ltnisses bei Gabriel Naud\u00e9 und Pierre Bayle machte Werle deutlich, dass Skeptizismus und Enzyklop\u00e4distik durchaus nicht als gegenl\u00e4ufige Ph\u00e4nomene beschrieben werden m\u00fcssen: Der Skeptizismus kann einerseits die Enzyklop\u00e4distik hervorbringen, die Enzyklop\u00e4distik kann andererseits in den Skeptizismus f\u00fchren bzw. kann eine eigenst\u00e4ndige Form des Skeptizismus sein. Sabrina Ebbersmeyer (M\u00fcnchen) befasste sich in ihrem Beitrag mit den Formen des Skeptizismus im Werk von Pierre Daniel Huet und konzentrierte sich in diesem Zusammenhang auf die Kritik, die Huet u. a. in Censura philosophiae Cartesianae an Ren\u00e9 Descartes \u00fcbt. Andreas Urs Sommer (Greifswald) machte in seinem Vortrag auf die Zusammenh\u00e4nge zwischen historischem Pyrrhonismus und spekulativ-universalistischer Geschichtsphilosophie aufmerksam; er befasste sich mit der Frage, ob die durch historische Skepsis mitverursachte Infragestellung heilsgeschichtlicher Sicherheiten eine Voraussetzung f\u00fcr die Entstehung der Geschichtsphilosophie im 18. Jahrhundert gewesen ist. Markus V\u00f6lkel (Rostock) widmete sich dem historiographischen Problem, wie sich die Zuverl\u00e4ssigkeit fremden Glaubens (fides aliena) best\u00e4tigen l\u00e4sst. In seinem Beitrag, der rhetorische Fragestellungen mit epistemologischen verband, stellte er einerseits heraus, welche Probleme sich aus historiographischer Perspektive ergeben, wenn die Zuverl\u00e4ssigkeit des Zeugnisses anderer Personen beurteilt werden soll; V\u00f6lkel arbeitete andererseits an Beispielen heraus, welche Strategien der Selbstbeglaubigung fr\u00fchneuzeitlichen Autoren w\u00e4hlen, um die Zuverl\u00e4ssigkeit ihrer Zeugnisse schriftlich zu kommunizieren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">III. Wahrscheinlichkeit<\/p>\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">Das zweite Panel umfasste Fragestellungen zu fr\u00fchneuzeitlichen Wahrscheinlichkeitskonzeptionen und wurde mit einem Beitrag von Ian Maclean (Oxford) er\u00f6ffnet, der sich um eine Rekonstruktion der diversen Pariser Debatten \u00fcber Methode, Gewisseit und Demonstration im 16. Jahrhundert bem\u00fchte. Maclean konnte in seinem Beitrag deutlich machen, wie vielf\u00e4ltig die Verwendung von Wahrscheinlichkeitskonzeptionen allein im Frankreich des 16. Jahrhunderts ist: probabilitas bezieht sich h\u00e4ufig auf verschiedene Formen nicht-deduktiven, von komplexen, unvollst\u00e4ndigen oder ungewissen Belegmengen ausgehenden Schlie\u00dfens; \u201eWahrscheinlichkeit\u201c kann sich aber ebenso auf die relative H\u00e4ufigkeit von Ereignissen und das relative Gewicht von konkurrierenden Hypothesen beziehen, wie auf die Fehleranf\u00e4lligkeit, Inexaktheit, Approximativit\u00e4t oder den Pr\u00e4sumtionscharakter von Wissensanspr\u00fcchen; schlie\u00dflich ist zu diesem Zeitpunkt \u201eWahrscheinlichkeit\u201c noch in ihrer aristotelischen Bedeutung als autoritativ verb\u00fcrgte Mehrheits- bzw. Expertenmeinung pr\u00e4sent. Oliver R. Scholz (M\u00fcnster) rekonstruierte eine zentrale Dimension der Wahrscheinlichkeitsproblematik anhand von fr\u00fchneuzeitlichen Lehren des Testimoniums. Anhand der erkenntnistheoretischen Behandlung des Zeugnisses anderer Personen in den Logiken von Jungius, Arnauld und August Cruisius machte er deutlich, dass die dortige Verwendung von Zahlenwerten f\u00fcr die Wahrscheinlichkeit eines Testimoniums meist nicht als Quantifizierungsbem\u00fchung gedeutet werden darf, sondern sich oft lediglich illustrierenden und didaktischen Intentionen verdankt. Sven K. Knebel (Berlin) untersuchte die Gewissheitskonzeptionen im Glaubenstraktat der Jesuitenscholastik im 16. und 17. Jahrhundert und konzentrierte sich dabei auf die scholastische Debatte um die Univozit\u00e4t des Gewissheitsbegriffs. Wie er herausarbeitete, stellte die Frage, ob f\u00fcr die katholische Glaubensgewisstheit und die Gewissheit aufgrund logischer Evidenz der gleiche Gewissheitsbegriff in Anschlag zu bringen sei, f\u00fcr die scholastische Gewissheitssemantik eine gro\u00dfe Herausforderung dar; Knebel stellte die Antwort Rodrigo de Arriagas auf diese Herausforderung vor. Rudolf Sch\u00fc\u00dfler (Bayreuth) machte in seinem Beitrag auf das Problem des willentlichen Meinens im scholastischen Probabilismus aufmerksam. Ausgehend von Ignacio de Camargos \u00dcberblicksdarstellung aus dem 18. Jahrhundert untersuchte Sch\u00fc\u00dfler die scholastische Diskussion \u00fcber die Frage, ob es m\u00f6glich und legitim sei, eine Auffassung willentlich zu vertreten, die unter rein epistemischen Gesichtspunkten einer konkurrierenden Auffassung unterlegen ist. Sch\u00fc\u00dfler konnte ihn seinem Vortrag zeigen, dass Fragen des \u201eWillens zur Meinung\u201c, die gegenw\u00e4rtig auch unter dem Titel einer epistemischen Ethik (virtue epistemology) diskutiert werden, bereits in der Sp\u00e4tscholastik mit wichtigen Differenzierungsgewinnen untersucht wurden.<br \/>\nLutz Danneberg (Berlin) bot einen historischen \u00dcberblick zu Konzeptionen der Wahrscheinlichkeit im Bereich der Methodenlehre der textinterpretierenden Disziplinen und skizzierte, wie in der fr\u00fchen Neuzeit Konzeptionen hermeneutischer Approximation als L\u00f6sungsversuche f\u00fcr die von einem pyrrhonismus hermeneuticus aufgeworfene Problemkonstellationen entwickelt wurden. Wie Danneberg deutlich machte, besteht das Problem, wie hermeneutische Rationalit\u00e4t ohne Gewissheitsanspr\u00fcche zu konstruieren ist, bis in die Gegenwart; die aktuelle Diskussion \u00fcber hermeneutische Wahrscheinlichkeit kann von einer Auseinandersetzung mit den fr\u00fchneuzeitlichen Theoretisierungsversuchen durchaus profitieren. Axel Horstmann (Hannover) konnte zeigen, dass die Frage, welcher Gewissheitsstatus von den Wissensanspr\u00fcchen der textinterpretierenden Wissenschaften beansprucht werden darf, noch im 19. Jahrhundert in den Methodenlehren der Klassischen Philologie diskutiert wird. Ausgehend von August Boeckhs Konzeption der Philologie als \u201eErkenntnis des Erkannten\u201c stellte Horstmann die Boeckh\u2019schen Modi philologischer Erkenntnis (\u201eEvidenz\u201c und \u201eWahrscheinlichkeit\u201c) vor und situierte sie im Rahmen der allgemeinen Wissenschaftskonzeption des Altertumswissenschaftlers. Cornelis Menke (Berlin) rekonstruierte die ersten fr\u00fchneuzeitlichen Versuche, die Wahrscheinlichkeit des Wissens von historischen Ereignissen zu quantifizieren. Menke machte im Anschluss an seine Darstellung der Quantifizierungsversuche von Mathematikern wie Craig, Laplace, Poisson und Babbage auf grunds\u00e4tzliche Probleme der Quantifizierung der Wahrscheinlichkeit des Wissens von historischen Ereignissen aufmerksam und verband diese Problematisierung mit einer Analyse fr\u00fchneuzeitlicher Bem\u00fchungen, die Wahrscheinlichkeit des Wissens von Wundern zu bestimmen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">IV. Verbindungslinien<\/p>\n<p style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit;\">In den das Vortragsprogramm begleitenden Diskussionsrunden, die einer weiterf\u00fchrenden Synthetisierung der Tagungsergebnisse galten, wurde unterstrichen, dass die Frage nach epistemischer Sicherheit oder Unsicherheit ein zentrales movens der fr\u00fchneuzeitlichen Auseinandersetzung mit Wissen ist. Die Thematisierung und Problematisierung von unsicherem Wissen findet sich u. a. in der Theologie (Knebel, Sch\u00fc\u00dfler, Pott), der Medizin (Maclean), in der Mathematik (Menke), in der Philosophie (Scholz, Perler, Wild, Ebbersmeyer), in der Hermeneutik (Danneberg, Horstmann), in der Geschichtswissenschaft (Sommer, V\u00f6lkel) und in den belles lettres (Bergengruen, Lobsien, Werle). Weitere Disziplinen, wie z. B. die Rechtswissenschaft, w\u00e4ren im Rahmen ausgedehnterer Forschungsbem\u00fchungen zu erg\u00e4nzen. Wenn man grunds\u00e4tzlich an der Zuverl\u00e4ssigkeit oder Sicherheit von Wissensanspr\u00fcchen zweifelt, dann resultiert daraus eine skeptische Haltung gegen\u00fcber diesen Wissensanspr\u00fcchen. Dieser Haltung kann man mit Konzeptionen begegnen, die nicht mehr die Wahrheit, sondern die Wahrscheinlichkeit der in Frage stehenden Wissensanspr\u00fcche behaupten und \u00fcber Konjekturen und Vermutungen zu hinreichenden Modi des Wissens zu gelangen versuchen. Skepsis und Wahrscheinlichkeit sind mithin zwei Schl\u00fcsselbegriffe f\u00fcr die Thematisierung von und den Umgang mit Formen unsicheren Wissens. Die fr\u00fchneuzeitlichen Konzeptionen der Wahrscheinlichkeit k\u00f6nnen, so ein Fazit der Tagung, als ein Versuch bestimmt werden, mit der Herausforderung des Skeptizismus konstruktiv umzugehen.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsicheres Wissen in der Fr\u00fchen Neuzeit: Formen des Skeptizismus und Theorien der Wahrscheinlichkeit in der Interpretation von Zeichen und Zeugnissen, 2. bis 5. April 2007, Leucorea, Wittenberg Die Fachtagung Unsicheres Wissen in der Fr\u00fchen Neuzeit galt der Untersuchung der epistemologischen und methodologischen Dimensionen des Umgangs mit Gewissheitsverlusten und -m\u00e4ngeln in den fr\u00fchneuzeitlichen Wissenschaften. 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